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Elektronenstossionisation

Die Elektronenstoß-Ionisation [EI, electron impact ionization] ist die klassische Ionisierungstechnik in der Massenspektroskopie, bei 10-6 - 10-7 Torr und bis 200°C wird die Probe verdampft und mit 70 eV Elektronen bombardiert. Es entstehen Molekül-Radikalkationen M+., die aufgrund der schnellen Elektronenstöße Überschuß an Innerer Energie (thermischer Energie) besitzen (M+.*) und zum Zerfall in Neutralteilchen und Tochterionen tendieren. Sowohl die Neutralteilchen als auch die Fragmentionen können Radikalcharakter haben und wenn die Tochterionen noch genug Überschußenergie besitzen, können sie jeweils zu weiteren, kleineren Fragmentionen zerfallen. Das kann dazu führen, daß Verbindungen wie z.B. Alkohole, Ester, etc. so leicht fragmentieren, daß im Spektrum kein Molekülion M+ gefunden wird, sondern nur durch entsprechende charakteristische Zerfälle entstehende Quasi-Molekülionen, z.B. (M - H2O)+, (M - CH3COOH)+, u.a. Da die Temperatur der Ionenquelle und die Elektronenenergie konstant gehalten wird, sind die Zahl und relative Größe der Fragmentionen und damit die Elektronenstoß [EI]-Spektren im allgemeinen vergleichbar und charakteristisch für jede Substanz. Die Anwendung der EI-Massenspektrometrie ist auf flüchtige, niedermolekulare Verbindungen (bis ca. 1.500 Da) beschränkt und wird, da sie Aussagen zur chemischen Zusammensetzung des Analyten erlaubt, auch üblicherweise zur Identifizierung unbekannter Proben und zur Strukturaufklärung herangezogen. Die klassischen EI-Spektren ermöglichen automatisierte Literatursuche und Interpretation. Auch luft- und feuchtigkeitsempfindliche Substanzen können mit dieser Technik analysiert werden

 
 

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